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Sind wir verpflichtet, unsern Irrtümern treu zu sein? (FN)

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Gedichte / Songs verfilmen? Zu rip und Grönemeyer: Bochum

norberto42 | 04 Mai, 2009 18:15

Der Kollege rip hat mit seinem Kurs eine Reihe von Liebesgedichten verfilmt:
http://gk-deutsch.blogspot.com/2009/02/poem-verfilmte-gedichte.html  
Dazu gab es begeisterte Kommentare, bei rip wie im „Lehrerzimmer“, wo über den Versuch berichtet wurde. Ich habe mir darauf die Versuche angeschaut und kommentiert, bei rip wie auch im „Lehrerzimmer“. Dort habe ich mich gegen die allgemeine Begeisterung abgegrenzt:

Tholen (als Antwort auf die große Begeisterung im „Lehrerzimmer“):
„Ne, will nicht und hätte auch nicht gewollt -
es bleibt bei einer Verbildlichung episodischer Momente, während die geistigen „Bewegungen“ des Sprechers (etwa irreale Vergleich u.a.) verloren gehen. Vgl. zu Tucholsky: Augen in der Großstadt: Wo bleibt die geistige Bewegung über die drei Strophen hin, „es kann im Kampf dein Genosse sein“?
     Wenn man ehrlich ist, muss man sagen: Die Verfilmung zeigt die Grenzen des Mediums Film.“

rip antwortet:
@Norbert: Danke für die kritischen Anmerkungen! Ich freue mich, dass auch einmal eine skeptische Stimme zu hören ist, die mich dazu provoziert, mir einmal noch genauer bewusst zu machen, was ich mit meinem Projekt eigentlich bezweckte.
     Wie vermutlich zu erwarten, bin ich nicht deiner Meinung, die wohl darauf hinausläuft, dass es vergebne Liebesmüh sei, ein Gedicht zu verfilmen. Ich möchte dagegenhalten: Es kommt darauf an, welchen Anspruch man an eine Gedichtverfilmung hat, speziell wenn sie von Schülerinnen vorgenommen wird, die zum ersten Mal einen Kurzfilm planen, zum ersten Mal bewusst filmen, bearbeiten, schneiden, vertonen. Und, das sei hier nochmals unterstrichen, die das alles selbstständig im Team erarbeitet haben.

Für mich stellt es bereits einen erfreulichen Lernerfolg dar, dass sie die technische Seite des Mediums gut in den Griff bekommen haben. Weiter erfreulich ist für mich, dass sie die dominante Grundstimmung des Gedichtes sehr wohl treffend umgesetzt haben, wenn auch Einzelheiten ignoriert wurden oder (zu) wenig zur Geltung kommen.
     Jede kreative Umsetzung eines Gedichts (und sei es nur der mündliche Vortrag) setzt eine Interpretation des Textes voraus, die wiederum eine Auseinandersetzung mit dem Text überhaupt bedingt. Ich bin mir sicher, dass den Mitgliedern dieses Filmteams das Tucholsky-Gedicht länger und lebendiger im Gedächtnis bleibt, als es bei einer traditionellen Textinterpretation im Klassenzimmer der Fall gewesen wäre - auch wenn der “Genosse [im Kampf]” dabei unter den Tisch fällt. Mir ist die Arbeit, die man nur indirekt in diesem Film erkennen kann, nämlich daran, welche konkreten Entscheidungen bezüglich Kameraeinstellung, Kamerabewegung und Schnitt sie zur Folge hatte, ungeheuer wertvoll.

Das heißt natürlich nicht, dass eine traditionelle Gedichtinterpretation hiermit überflüssig wäre, noch werde ich in Zukunft sämtliche Gedichte verfilmen lassen - natürlich nicht. Aber als *ein* Projekt im Zusammenhang mit Lyrik fand ich diese Lyrikvideos sinnvoll, und sie haben mir gezeigt, wieviel Kreativität und Können in den Schülerinnen steckt.

*Perfekt* ist keines der Videos. Das war auch nicht zu erwarten, dafür fehlen uns Zeit, Hardware und Software. Auch stören mich manche sinnwidrigen Betonungen (z. B. bei dem Wort “Menschentrichter” im Tucholsky-Gedicht) - aber im Großen und Ganzen sind die Gedichte gut gesprochen, stellenweise sogar ausgezeichnet.

Wozu also Gedichtverfilmungen, wenn man mithilfe einer Textinterpretation präziser und umfassender allen Facetten eines lyrischen Textes gerecht werden kann? Nun - zum einen, weil es die ideale Interpretation ohnehin nicht gibt. Zum zweiten, weil Schülerinnen erfahren sollen, dass Gedichte eine sinnliche Qualität haben, die dem kreativ Umsetzenden eine Dimension des Literaturgenusses ermöglicht, welche ihm beim schriftlichen Analysieren weitgehend verborgen bleibt. Drittens ist der Videoclip eine visuelle Textsorte, die zur Erlebniswelt der Jugendlichen gehört, und so ermöglicht die Übertragung von Lyrik in dieses komplexe Medium den Schülern sozusagen eine Aneignung dieser Literatur, sie nehmen sie mit in die ihnen vertraute Rezeptionskultur und werden in diesem Prozess vom Rezipienten zum Produzenten.

Und damit soll’s genug sein. Ein Film ist kein Gedicht, aber in einer Gedichtverfilmung kann man - vor allem die aktiv an der Herstellung Beteiligten - sowohl über Filme als auch über Gedichte etwas lernen.

Tholen antwortet:
„Es ist erfreulich, wenn kritische Stimmen gehört und nicht ausgeblendet werden.
Dass filmen zu lernen wertvoll ist, gestehe ich gern - da stieße ich auch an meine technischen Grenzen; aber die können jetzt ruhig bestehen bleiben. Für den Zugang zur Literatur ist das eigene Filmen vermutlich auch ein starker Anreiz …
     Dass ein Gedicht primär zum Hören (Sprechen / Gehörtwerden) da ist, lasse ich mir aber nicht ausreden, wie ein Roman primär zum Gelesenwerden da ist. Wer möchte, kann das demnächst in meinem Lehrerheft über
Deutsche Lyrik 1945 - 1960 (Krapp & Gutknecht) nachlesen.
     Wissenschaftspropädeutisch (d.h. zur Vorbereitung eines Studiums) ist die sprachliche Verarbeitung von Texten unerlässlich.“
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Das war's im Lehrerzimmer - ich möchte das Thema noch einmal aufgreifen. An einem einfacheren Beispiel kann man studieren, was „Verfilmung“ oder Umsetzung-plus-Bilder ergibt, am Song von Herbert Grönemeyer: Bochum (1984).

Bochum
 
Tief im Westen
Wo die Sonne verstaubt
Ist es besser
Viel besser, als man glaubt
Tief im Westen

Du bist keine Schönheit
Vor Arbeit ganz grau
Du liebst dich ohne Schminke
Bist 'ne ehrliche Haut
Leider total verbaut
Aber grade das macht dich aus (...)


Das Ding ist ein Song (Lied), nicht Gedicht; der Text wird als „Songtext“ präsentiert - der pure Text ist blass, ist eher etwas für Bochumer, um sich mit ihrer „kümmerlichen“ Stadt zu identifizieren, weit unterhalb der sprachlichen Komplexität eines Gedichts:
http://www.letzte-version.de/songbuch/4630-bochum/bochum/
Dazu gibt es bei youtube eine Reihe von Filmen; im Vergleich der fünf Filme kann man beurteilen,
a) ob „Verfilmung“ eines Songs etwas bringt - bei den letzten beiden Beispielen nicht, finde ich;
b) welche Art Verfilmung am besten ist - die mittlere der ersten drei, finde ich.
http://www.youtube.com/watch?v=iOqVLirG32U (Bild-Paraphrase, wie bei rip)
http://www.youtube.com/watch?v=FN8fYSNSlt4&feature=related (starke Inszenierung)
http://www.youtube.com/watch?v=d-3uOhFh9Vk&feature=related (Masseninszenierung: schwach)
http://www.youtube.com/watch?v=Yvu44pubuZ0&feature=related (Lied im Konzert)
http://www.youtube.com/watch?v=wRfPgemMJQA&feature=related (noch ein Konzertlied, schwach: Amateurvideo)

Um die Argumentation zur Verfilmung von Gedichten aufzugreifen:

„Bedecke deinen Himmel, Zeus,
mit Wolkendunst!
Und übe, Knaben gleich,
Der Disteln köpft,
An Eichen dich und Bergeshöhn!
Musst mir meine Erde
Doch lassen stehn...“
(Goethe: Prometheus)

Meine bescheidene Frage: Wie will man das bös-imperativische „Bedecke“ und „übe, Knaben gleich“ verfilmen? Indem man einen bewölketen Himmel zeigt und einen stockschwingenden Knaben? Wie will man den Kontrast „dein Himmel vs. meine Erde“ verfilmen? Wie will man den Spott im Modalverb „müssen“ und dieses selber verfilmen? Ich behaupte: Das geht  nicht.        
     An den Beispielen des rip-Kurses sieht man: Episoden werden verfilmt; und bei Grönemeyer sieht man: Bildparaphrasen zu den beiden Metaphern „Pulsschlag aus Stahl“ und „bist 'ne ehrliche Haut“ tun es nicht, zu den Versuchen kann ich nur lächeln.

Vergleiche noch die Fortsetzung vom Juli 09! 

Kommentare

Kommentar Icon

Maik Riecken | 04.05.2009, 21:26

Ich kontere einmal mit einem anderen Beispiel (verfilmter Song):

http://www.youtube.com/watch?v=_a1nOWdV2A8

... angesichts des Alters der Protagonistin ist für mich die interpretatorische Leistung ungleich höher als z.B. in den Bochumvideos. Klar ist vieles nach wie vor Paraphrase, aber "die eine Empfindung" des Songs finde ich gut umgesetzt.

Ich persönlich kann mir die Verfilmung bestimmter Gedichte durchaus vorstellen - in einem ersten Impuls denke ich bezeichnenderweise dabei eher an Balladen.

Film ist ein mächtiges Werkzeug für die Interpretation - wenn man es denn beherrscht.

Prometheus empfinde ich als Beispiel für ein wenig fies... Sturm und Drang ist für mich oft rational schwer in den Griff zu bekommen.

Nicht jedes Gedicht wird sich gleich gut eignen. Ich habe ähnliches einmal mit Präsentationssoftware und SuS umzusetzen versucht - Ertrag - nunja. Aber bestimmt steigerungsfähig.

Kommentar Icon Lyrikvideos

rip | 04.05.2009, 22:01

Ich will als erstes ein Zitat aus deinem Kommentar im Lehrerzimmer herausgreifen, um zu zeigen, dass wir immerhin über einiges gleicher Meinung sind:
"Dass filmen zu lernen wertvoll ist, gestehe ich gern [...]. Für den Zugang zur Literatur ist das eigene Filmen vermutlich auch ein starker Anreiz …"

Für diese Gemeinsamkeit bin ich dankbar.

Was ich aber nicht verstehe, ist dein Vergleich der Lyrikvideos mit Videos über einen Grönemeyer-Song. Das Video, das du mit "starke Inszenierung" kommentierst, finde ich auch sehr gelungen, aber das ist kein Film, der sich dem Inhalt des Liedes widmet, sondern das ist ein aufwendiges Konzertvideo.
Und so eine platte Inhaltsverfilmung wie zu "Blume des Reviers", die du mit "Bildparaphrase, wie bei rip" kommentierst, kommt in den Videos meiner Schülerinnen nicht vor, wirklich nicht.

Welche Argumentation sprichst du an, wenn du mit dem Prometheus-Gedicht beginnst? Ich habe nirgends behauptet, dass jegliches Gedicht für eine Verfilmung geeignet sei. Und den "Prometheus" würde ich ganz sicher nicht in Bilder umsetzen wollen. Da muss man nicht erst irgendwelche Modalverben als Hindernis anführen, das geht schon von vornherein nicht, weder von der Sprache noch von der Thematik her.
Ob du über die Resultate unseres Grundkurses ebenso "lächelst" wie über die unbeholfenen Verfilmungen zu Grönemeyers Bochum-Hymne, lässt du am Ende sybillinisch offen. Ich will es eigentlich auch gar nicht wissen und schlage am Ende den Bogen zu den am Anfang zitierten Gemeinsamkeiten. Vielleicht können wir's dabei belassen.

Kommentar Icon @ Maik Rieken

Norbert Tholen | 04.05.2009, 22:16

Thema Balladen: Sage ich doch, Episodisches wird verfilmt.
"Bitte, gib mir nur ein Wort": Mir würde nichts fehlen, wenn ich die Bilder nicht sähe - vielleicht ist das eine Frage des (meines) Alters?
Goethe: Ne, das ist nicht "Sturm und Drang", das ist Dichtung - nennen wir mal ein anderes Beispiel: "Urworte. Orphisch" - verfilmen? Ich kann auch Enzensberger nehmen: Geburtsanzeige. Das "wenn nicht" ist nicht zu verfilmen.
Das ist der Kern meiner Argumentation: Wir beherrschen sprachlich viele Operationen, vom Imperativ über den Gebrauch der Metaphern bis zu irrealen Vergleichen und so weiter (!), die sich dem Filmbild entziehen - jedenfalls dem Bild, das "wir" normalerweise herstellen können.
Meine Sorge: Wenn alles "normal" läuft, können die Schüler weder filmen noch Gedichte verstehen. Ist es denn die Aufgabe des Deutschunterrichts, die Schüler das Filmen zu lehren?
Ich sag's jetzt mal ganz böse und unfair: "Gedichte könnt ihr nicht verstehen? Na, dann verfilmt sie mal!"
Ein bisschen (oder vielleicht sogar mehr) ist aber doch an dieser so böse geäußerten Sorge - da brauche ich nur auf die Lehrbücher von Cornelsen zu schauen.
Als alter (Ex-)Lehrer habe ich immer gedacht: "Wie habe ich die Schüler auf die nächste Klassenarbeit vorbereitet? Und wie bereite ich sie auf ein Studium vor?"
Ich gebe zu: Das sind nicht die einzigen Fragen, die man stellen kann; aber für mich waren es wichtige Fragen. Und für die Schüler auch.

Kommentar Icon @Norbert Tholen

rip | 04.05.2009, 22:39

Nur kurz:
Die von dir unterstellte Ausschließlichkeit gibt es in meinem Unterricht nicht. Du tust so, als ob diese paar Lyrikvideos alles wären, was ich im Unterricht mit Gedichten unternommen habe. Vorbereitung auf Klassenarbeit und Studium sind auch mir ein Anliegen.
Aber ich kümmere mich auch um den Rest des Lehrplans, und da steht unter anderem Medienkompetenz drin. Und wenn ich dieses Lernziel mit einem motivierenden Zugang zur Lyrik kombinieren kann, dann ist mir das gerade recht.
Warum du wiederholt Gedichte, die sich nicht zum Verfilmen eignen, als Beleg dafür heranziehst, dass Lyrik-Verfilmung grundsätzlich Unsinn sei, bleibt dein Geheimnis.

Kommentar Icon @rip

N. T. | 05.05.2009, 10:26

Hallo, Peter,
nach der persönlichen Deeskalation gestern Abend (ich bin froh, dass du mir entgegengekommen bist) ist eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Vielleicht ein paar grundsätzliche Bemerkungen, die du bitte nicht einzeln, sondern im Zusammenhang lesen solltest:
1. Es gibt unter Blogs Kommentier- und Lobesgemeinschaften, wo man sich lobt, weil man dazugehört. - Dagegen muss doch auch Kritik möglich sein!? Dazu ein schönes Wort Nietzsches: Solange man dich lobt, bist du noch nicht auf deinem eigenen Weg.
2. Kritik wird im Netz, wo man sich ja persönlich nicht kennt und auch nicht sieht, oft sehr scharf und verletzend - wie das kommt, weiß ich nicht.
3. Ich habe eben noch mal in die greifbaren Videos, zu denen du mir Zugang verschafft hast, geschaut: In der Sache bleibe ich bei meiner Kritik, dass die Verfilmung bestenfalls Illustration, aber nicht „Interpretation“ des Gedichtes ist. (-> google: „Augen in der Großstadt“ +norberto42)
In meiner Argumentation bin ich auf Grönemeyers Song gekommen, weil der sprachlich einfacher ist als ein normales Gedicht - also argumentativ brauchbar, genau wie meine Gegenbeispiele.
4. Vielleicht ist die Begeisterung für Gedichte zu wecken wichtiger, als eine „richtige“ Interpretation anzufertigen - das habe ich bisher zu wenig betont.
5. Wenn man Gedichte nicht verfilmt, heißt das nicht, dass man sie dadurch versteht - was ich an Gestammel über Strophenzahl und Reimformen gehört habe oder an missverstandenem Inhalt (bei meinen Schülern), kann sich oft nicht mit der Arbeit deiner Schülerinnen messen.
6. Gegen ein Projekt „Lyrikvideos“ ist nichts einzuwenden, im Gegenteil.
7. Eine meiner Idiosynkrasien (Macken) ist die Abneigung gegen die Cornelsen-Didaktik (in meinem Blog hier das Suchwort „Cornelsen“ eingeben!): Macht mal dazu ein Schattenspiel, schreibt dazu mal ein Drehbuch, macht dazu mal einen netten Film... einfach so, nebenher, als ob die Schüler das einfach könnten (und man dazu die Möglichkeit und die Zeit hätte); das simple Üben und Wiederholen kommt dabei zu kurz.
8. Wenn meine Kritik persönlich klingen konnte, tut mir das leid - das war dann sprachliche Inkompetenz meinerseits. Anderseits gibt es eine Beobachtung Nietzsches: Menschliches, Allzumenschliches I 349, dass die Auseinandersetzung mit fremden Meinungen dazu führt, die eigene „absichtlicher, schärfer, vielleicht etwas übertrieben“ erscheinen zu lassen.
9. Du stehst in der Liste meiner Links, und da sollst du auch bleiben.
10. Es grüßt dich in kollegialer Verbundenheit (und in Respekt vor deinem Mut, neue Wege zu erproben, und vor deinen technischen Fähigkeiten)
Norbert Tholen.

Kommentar Icon Einsicht, Lyrik und Film

Bildungswirt | 08.05.2009, 10:57

Deeskalation und ein etwas freundlicherer und zugleich argumentativer Ton tut der teils aufgeregten Bloggerszene sicher gut.
Zum Streit:
Können wir uns einigen:
1. Film ist ein Leitmedium. Man sollte das Grundhandwerk in der Schule lernen. Die Gegenstände sind zweitrangig.Anspruchsvolle Lyrik ist sicher nicht der beste Griff.
2. Aneignung von Lyrik ist immer Rundgang durch verschiedene Interpretationen, man leuchtet den Interpretationsspielraum aus. Dazu gesellen sich Versuche, der eigenen Gedichtproduktion. Erst da merkt man Faszination und Schwierigkeit dieser oft vernachlässigten Textsorte.
3. Film, auch von Schülern, kann auf Lyrik antworten. z.B. das gewählte Gedicht "Augen in der Großstadt" im neuen Medium neu erzählen, darstellen, in Szene setzen ...Korrespondenzen und Assoziationsketten über Text- und Genregrenzen hinweg entfalten. Gerade das Thema "Großstadt" eignet sich dabei hervorragend.

Freundliche Grüße vom Bildungswirt

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