Sind wir verpflichtet, unsern Irrtümern treu zu sein? (FN)
norberto42 | 13 Dezember, 2008 20:05
Die Bedeutung dieser Unterscheidung ist mir eben nach einem Gespräch mit Dr. Loosen, dem stellvertretenden Schulleiter des FMG, aufgegangen.
Ich polemisiere hier ja gern gegen „modernen Unterricht“ - obwohl ich natürlich nicht gegen modernen Unterricht bin, nur gegen dessen unkontrollierte Auswüchse. Einen dieser Auswüchse habe ich eben (hoffentlich) besser verstanden.
Es gibt also eine Reihe von Arbeitsformen, wie ich das jetzt einmal nennen will: Einzelarbeit, kooperative Arbeitsweise usw.; und dann gibt es noch die fachspezifischen Methoden, zum Beispiel den Aufbau eines Gedichtes untersuchen (hier ein Beispiel). So, und nun kommt die Quelle meines Missvergnügens ans Licht: Viele Fachleiter(innen!) Deutsch bringen den Referendaren nur moderne Arbeitsformen bei (und viele moderne Lehrer wenden selbige an) und meinen dann, man könnte auf sauberes, methodisch bewusstes und kontrolliertes Arbeiten verzichten - das heißt, die meisten von ihnen meinen das nicht, weil sie es gar nicht kennen, sie verzichten einfach darauf. Eine Paraphrase des Inhalts kann man jedoch so bunt machen, wie man will - es wird halt keine Beschreibung des Aufbaus, auch wenn alle herumrennen und Zettel an die Tafel heften oder etwas anderes Nettes machen.
Und meine These lautet: Es kommt darauf an, dass die Schüler lernen, methodisch sauber zu arbeiten - die Arbeitsform ist dabei letztlich egal, und der Medieneinsatz hat nur funktionalen Wert und ist kein Wert an sich.
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