Sind wir verpflichtet, unsern Irrtümern treu zu sein? (FN)
norberto42 | 01 Februar, 2008 21:24
Im neuen teachers-news vom 1. Februar 08 wird ein Artikel gegen den Sinn von Hausaufgaben vorgestellt: http://www.teachersnews.net/artikel/nachrichten/unterricht/005175.php
Prof. Gängler schlägt vor, „die Strategien zum Wissenserwerb direkt im Unterricht zu vermitteln und durch entsprechende, pädagogisch begleitete Übungs- und Förderangebote im Rahmen der Ganztagsangebote zu begleiten. Und dann könnten Hausaufgaben endlich der Vergangenheit angehören.“
Wir halten fest:
1. Übung muss sein.
2. Es kommt auf sinnvolle Förderung an.
Ich folgere:
1. Dass etwas im Rahmen der Ganztagsangebote verläuft, garantiert noch nicht, dass es sinnvoll ist und pädagogisch betreut wird.
2. Gut gestellte und besprochene Hausaufgaben stellen ein pädagogisch begleitetes Übungs- und Förderangebot dar.
Wo liegen die Probleme?
1. Viele Lehrer stellen keine guten Hausaufgaben oder besprechen sie nicht sinnvoll.
2. Viele Schüler sind nicht gewillt, sinnvoll zu üben, sondern legen bloß „die Hausaufgaben“ vor, damit der Pauker nicht meckert.
Ich vermute,
dass das, was „im Rahmen der Ganztagsangebote“ geschehen soll, ideal gesehen wird,
dass aber das, was „im Rahmen der Ganztagsangebote“ geschieht, real ist.
Das Problem ist alt und ewig neu:
Wie kommen wir an gute Lehrer?
Wie kommen wir an gute Schüler?
Wie kommen wir an gute Arbeitsbedingungen?
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